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Pharmakogenetische Gentests für mehr Arzneimittelsicherheit, Christoph Baumgärtel, ORF Heute Konkret

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Beschreibung

In Zukunft können Gentest über Verträglichkeit und Unverträglichkeit von Arzneimittel zu mehr Sicherheit führen, ORF Heute Konkret, 20.07.2017

Jeder Patient ist anders, egal welche Diagnose gestellt wird. Den Wunsch nach einer individuellen und wirkungsvollen Medizin, versucht die Forschung durch sogenannte pharmakogenetische Test näher zu kommen. Das sind spezielle Gentests durch die
Wirksamkeit und Verträglichkeit von Arzneimittel prognostiziert werden können. So ein Gentest wird jetzt auch in österreichischen Apotheken angeboten.

gesamte Sendung unter:
https://www.youtube.com/watch?v=_CNoXs9bw34&t=248s

Hintergrund: Was dem einen Patienten hilft, kann beim nächsten wirkungslos sein, oder sogar Nebenwirkungen hervorrufen. Denn die Einnahmeempfehlungen in Beipacktexten von Medikamenten gehen von einem Durchschnittsmenschen aus. Durchschnittlich groß, schwer und gesund. Mithilfe eines sogenannten pharmakogenetischen Tests können Wirksamkeit und Verträglichkeit von Arzneistoffen für jeden Menschen genau untersucht werden. Und so einen Gentest gibt es seit kurzem auch in Österreichs Apotheken. Bereits jetzt ist eine Analyse der am Stoffwechsel beteiligten Gene möglich, dadurch kann vorhergesagt werden, wie ein Arzneimittel beim jeweiligen Patienten wirkt.

Gentests werden schon lange zum Beispiel in der Krebstherapie eingesetzt. Die sogenannte personalisierte Medizin ist ein Behandlungskonzept, das Patienten schneller zu einer für sie geeigneten Therapie verhelfen soll. Speziell für Menschen, die viele Arzneistoffe nehmen, oder die eine lange Therapie brauchen, ist dieser Test eine Verbesserung. Es kann vermieden werden, dass Arzneimittel verschrieben werden, die gar nicht notwendig sind oder nicht wirksam. Auf lange Sicht soll das auch Einsparungen im Gesundheitswesen bringen, die Krankenkassen zahlen den Test noch nicht.

O-Ton: Christoph Baumgärtel (AGES Medizinmarktaufsicht), Max Wellan (Präsident Apothekerkammer), Katharina Rötzer (Hanusch-Krankenhaus), Theo Dingermann (Pharmazeutischer Biologe / Studiogast)

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