Ratgeber Gesundheit - Krankheiten, Behandlungen, Symptome und ...

RoM Jänner 2020 - Roman Reindl-Schwaighofer

Dein Video beginnt in 7
Du kannst dieses Video abbrechen in 3

Danke! Teile es mit Deinen Freunden!

URL

Du hast dieses Video dislikt. Danke für Dein Feedback!

Tut uns leid. Nur Mitglieder können Playlists erstellen.
URL

Beschreibung

MedUni Wien RESEARCHER OF THE MONTH, Jänner 2020

Die Jury „Researcher of the Month” verleiht die Auszeichnung für diesen Monat an Herrn Dr. Roman Reindl-Schwaighofer aus Anlass der im Top-Journal „The Lancet“ (IF 59.102) erschienenen Arbeit
„Contribution of non-HLA incompatibility between donor and recipient to kidney allograft survival: genome-wide analysis in a prospective cohort.“ (1).

Die Studie entstand an der klinischen Abteilung für Nephrologie und Dialyse unter Supervision von Univ.-Prof. Dr. Rainer Oberbauer (Leiter der klinischen Abteilung für Nephrologie) in Zusammenarbeit mit dem Institut für klinische und experimentelle Medizin (IKEM) in Prag (Prof. Ondřej Viklický) und dem Penn Transplant Institute an der University of Pennsylvania (Prof. Brendan Keating). Gefördert wurde dieses Projekt durch den Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWTF).

Das Erkennen von „selbst“ und „nicht-selbst“ durch das Immunsystem ist grundlegend für das Überleben eines Organismus, stellt aber gleichzeitig die wichtigste Barriere in der Transplantationsmedizin dar.
Bei Transplantationen wird derzeit die Gewebeübereinstimmung zwischen Organspender und -Empfänger anhand von sechs Merkmalen im sogenannten Haupthistokompatibilitätskomplex (beim Menschen auch humanes Leukozyten-Antigen [HLA] System genannt) bestimmt. In der aktuellen Studie konnte zum ersten Mal gezeigt werden, dass auch genetische Unterschiede, die sich über das gesamte Erbgut verteilen und zu Veränderungen an Oberflächenstrukturen von Zellen führen können, einen ähnlichen Einfluss haben.

In Summe wurden ca. 20 Millionen genetische Varianten untersucht und im Mittel ca. 2000 Inkompatibilitäten zwischen jedem Spender- und Empfängerpaar gefunden. Die Bedeutung dieser Unterschiede auf die „nicht-selbst“ Erkennung konnte durch eine gegen diese Merkmale gerichtete gezielte Immunantwort nachgewiesen werden.

Diese Daten legen somit ein breiteres Konzept von „selbst“ und „nicht-selbst“ Erkennung nach Nierentransplantation nahe. Eine bessere Abschätzung des individuellen Risikos für eine gegen das Transplantat gerichtete Immunantwort anhand dieser Merkmale kann einen personalisierten Zugang zur notwendigen immunsuppressiven Therapie nach Organtransplantation ermöglichen.

www.meduniwien.ac.at/rom

Schreibe einen Kommentar

RSS